Die häufigste News Augsburg-Debatte ist nicht so schwarz-weiß, wie Sie vielleicht denken

Teyit gleicht Daten und Aussagen mit anderen wissenschaftlichen Quellen ab, interviewt Experten und nimmt auch Recherchen von Medien wie der "Millionenstadt Times" in die Auswertung mit auf. Ergebnis: Die Aussage stimmt nicht. Eine Ausnahme: die Migrationspolitik. Das Auswärtige Amt lässt Hand in Hand gehen Bericht kaum ein gutes Haar an der Türkei. Inzwischen gibt die Onlineplattform auch einen eigenen Covid-19-Newsletter heraus, rund 15.000 Abonnenten nutzen das Angebot bereits. Generell fokussiere sich Teyit auf die sozialen Medien. Chefredakteurin Gülin Çavuş. https://presse-augsburg.de/author/presse-augsburg Per WhatsApp können User die Faktenprüfer direkt erreichen und "verdächtige Meldungen" zur Prüfung weiterleiten. Mit steigender Tendenz prüfe man jedoch auch Meldungen und Artikel türkischer Print- oder TV-Medien, dort seien zahlreiche Fehlinformationen unterwegs, so Çavuş. Staatlich verordnete Propaganda gehöre zur Tagesordnung. Wahnsinnig viele der türkischen Presse gilt zudem als regierungsnah, betonen Medienexperten regelmäßig. Mehrere Zeitungen hatten beispielsweise berichtet, die Türkei zähle laut der Anstalt und Entwicklung (OECD) mittlerweile zu den Ländern mit hohem Bruttonationaleinkommen. So widerlegte Teyit vordem auch diverse Meldungen regierungsnaher Medien in Bezug auf Wirtschaft. Diese Behauptung hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan während einer öffentlichen Rede geäußert. Die Faktenchecker widerlegten Gesamteindruck.

Aber sie muss rechtmäßig sein und damit kontrollierbar, transparent und unter gerichtlicher Aufsicht erfolgen. Geht es dabei wirklich um Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus? Abgebrannt wird man Hintertüren aber auch technisch kaum umsetzen können: Es gäbe immer Anbieter im ausland die solchen Maßnahmen nicht mitmachen, egal zu was man deutsche Anbieter verpflichtet. Die letzten 20 Jahren haben natürlich viele Länder auf die Entwicklung und Verbreitung des Internets reagiert. Und ebenso natürlich haben Staaten und Strafverfolgungsbehörden ein an und für sich legitimes Interesse, zu wissen, was vor sich geht. Das ist eine schwierige Frage, weil ich mich sehr ungern an Spekulationen und Vermutungen beteilige. Das finde ich auch nicht falsch - ich will auch, dass ein Staat die Demokratie, sich selbst und uns als Bürger schützt. Aber manche Staaten haben über die Stränge geschlagen und greifen kontrollierend und zensierend ins Internet ein. Davon sind wir in Deutschland noch weit entfernt, aber auch hier spürt man den Trend zu immer genaueren Zugriffen, zu mehr und mehr Kontrolle.

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Unsere Schränke darin gehören aber nur uns, da darf auch kein anderer ran. Extra für Notfälle, beispielsweise in der Stromversorgung, kann ein RZ-Betreiber Schränke öffnen. Ja. Wir betreiben eigene providerunabhängige IP-Adressen, ein sogenanntes Autonomes System (AS). Aber auch dann hat er keinen IT-technischen Zugriff auf/in unsere Systeme. Wir sind eben auch so groß und komplex, dass es sinnvoll und notwendig ist, das selbst realisierbar. Damit sind wir für Betrieb und Routing unseres Traffics selbst verantwortlich. Wir routen und peeren selber - und können bei Problemen reagieren und gezielt gegensteuern. Die Anwendung von Enigmail in Kombination neben anderen das GPG-Suite und Thunderbird ist zwar möglich aber extrem kompliziert. Gemeint sind auch keine Insellösungen, wie die von Protonmail, wo beide Nutzer exakt den gleichen Anbieter annektieren müssen. Jedes unserer Rechenzentren hat einen fixen Uplink über den dortigen Rechenzentrumsanbieter und jeweils ein eigenes BGP-Peering mit Carriern am Berliner Austauschknoten BECIX, über den wir einen Großteil unseres Traffics direkt mit Anbietern wie Vodafone, Telefonica/O2 oder Microsoft abwickeln. Und mit verschiedenen Key-Austausch-Verfahren können Provider ausreichend sicher verifizierte und autorisierte Public Keys automatisiert anbieten. Insofern könnte man schon jetzt Provider-übergreifend automatisiert PGP-Keys transparent verwenden, ohne dass der Nutzer sich überhaupt damit auskennen muß.

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Es herrscht derzeit 50 Mitarbeiter, die zu jeder Tages- und Nachtzeit Köpfchen haben sind. Und nur weil dieses Team so eingespielt ist, selbstständig arbeitet und fachlich fit ist, können wir uns die Zeit nehmen, neue Dinge zu entwickeln oder wochenlang sehr undankbare aber wichtige politische Lobbyarbeit zum TKG machbar. Wieso sollte ein Offshore-Firmensitz oder Russland für uns sicherer sein? Viele als sicher geltende Anbieter sitzen offiziell offshore oder in Russland etc. Nun, zum einen bin ich in Berlin geboren und aufgewachsen, anderseits basiert unsere Firma auf den ehemaligen Mailbox-Systemen der Jungen Presse Berlin. Insofern ist hier halt alles „dit is Balin, wa? “ und das wird und soll neben Verschiedenem bleiben. Wieso sollte „offshore“ oder „in Russland“ feststehen? Wie man das als besseren oder sicheren Standort bezeichnen kann ist mir schleierhaft. Und als Rechtsstaat? Wir haben in unserer Auseinandersetzung mit den russischen Behörden und dem dortigen Geheimdienst FSB nicht den Eindruck bekommen, dass dort auf den Rechtsweg Verlass ist. Unter uns gesagt: Auch wenns in Deutschland viele Bestrebungen gibt, gegen die man sich wehren muss, sind wir im internationalen Vergleich doch Hand in Hand gehen hervorragend aufgestellten Rechtsstaat und genießen einen sehr hohen Schutz-Standard.